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Erich Kästner Realschule Stutensee
Gymnasiumstr. 20 | 76297 Stutensee

Elternseminar 06: Methodentag

Die Entwicklung und Förderung von sozialer, personaler, Methoden- und Fachkompetenz stehen im Mittelpunkt des neuen Bildungsplans für Realschulen. Die Vielfalt und die rasche Verfallszeit von Wissen ist allein mit der Anhäufung von Fachwissen nicht mehr zu bewältigen. Lernen findet nicht nur am Lernort Schule statt und nicht nur in Begleitung. Dies war der Kern des Einladungsschreibens an die Eltern der angesprochenen Klassenstufen. Herr Realschulrektor Gaß und Frau Konrektorin Friedmann konnten über 60 interessierte Eltern beim Informationstag am letzten Samstag begrüßen, die mehr darüber erfahren wollten.

 

Die Suche nach einem Sitzplatz wurde uns Eltern durch die Einteilung in zufällige Vierer-Gruppen abgenommen. In diesen Gruppen sollten wir als erste Aufgabe aus einer Liste von Aussagen und Forderungen zur Institution Schule das, unserer Ansicht nach, Wichtigste herausarbeiten. Die meisten Gruppen sprachen sich für folgende Aussage aus: Die Schüler sollen umfassend lernen, also nicht nur Wissen und Können, sondern auch soziale Kompetenzen erwerben und ihren Charakter entwickeln.

 

Anschließend verglich Herr Gaß kurz den alten Bildungsplan mit dem 2004 neu eingeführten und zeigte die wichtigsten Änderungen und Erneuerungen auf. Für uns Eltern stellt sich natürlich die Frage, warum ein neuer Bildungsplan notwendig wurde. Um uns dies zu verdeutlichen, erläuterte Frau Friedmann aus wissenschaftlicher Sicht die Vorgänge, die im Gehirn beim Lernen vorgehen und warum und wie diese Abläufe durch den neuen Lehrplan optimiert und so koordiniert werden, dass Lernen zur „Sucht“ und nicht zum Fiasko wird. Welche neuen Möglichkeiten es gibt, um dies im Unterricht umzusetzen, wurde von allen Anwesenden in einer Übung nach der Kugellager-(Stuhlkreis-)Methode erfahren. Durch Anwendung dieser (neuen) Methoden werden auch Freiräume geschaffen, in denen sich der Lehrer gezielt einzelnen Schülern widmen kann, während die restliche Klasse weiterarbeitet. Auf die Verdeutlichung des Methodenhauses und seiner drei Säulen durch Herrn Gaß folgte eine abschließende Fragerunde. Hier zeigte sich wieder die hohe Kompetenz der Schulleitung.

 

Viele waren erstaunt, dass es nicht ein trockener Vortrag war, sondern aktive Mitarbeit von uns Eltern gefordert wurde. Mancher war mit Skepsis gekommen, aber am Ende waren alle Eltern der Meinung, dass dieser hervorragend vorbereitete und durchgeführte Morgen sehr informativ war. Wir Eltern nehmen das Angebot der Schulleitung gerne an, eine weitere, auf diesen Vormittag aufbauende, Veranstaltung durchzuführen. Zu dieser sind selbstverständlich auch alle Eltern eingeladen, die dieses Mal, aus welchen Gründen auch immer, nicht teilnehmen konnten.

 

J. Richter, 5A